Unfallkasse Baden-Württemberg

„Respekt – Aktion gewaltfreie Schulen“ ein Projekt der Unfallkasse Baden-Württemberg und der Stadt Bruchsal

„Gewaltprävention geht uns alle an“

Mobbing und Bedrohung, Erpressung, Fremdenfeindlichkeit und Prügel – Gewalt hat viele Gesichter. Schon in der Schule. Fünf bis zehn Prozent der Unfälle in Schulen sind auf Gewalt zurück zu führen.
Die Gewaltpalette reicht dabei vom Schuppser bis zum Faustschlag oder Tritt ins Gesicht.

„Gewaltprävention geht uns alle an, deshalb betrachten wir in Bruchsal die Wirklichkeit und packen dieses vielschichtige Problem gemeinsam an“, sagte Bürgermeister Ulli Hockenberger bei der Vorstellung der Dokumentation des Projekts „Respekt – Aktion gewaltfreie Schulen“ im Rathaus Bruchsal. Und genau das sei für die Stadt der Grund gewesen, sich so intensiv an dem von der UKBW initiierten Projekt zu beteiligen. „Wir leisten damit unseren Beitrag zur gesellschaftlichen Gesamtverantwortung.“

Mit dem kommunalen Gewaltpräventionsprojekt RESPEKT – BRUCHSAL wurde von 2004 bis 2006 in Bruchsal ein nachhaltig wirkendes Netzwerk zwischen Schulen, Jugendarbeit, Vereinen, Beratungsstelle und Polizei aufgebaut. Ein Beitrag, der über das Engagement vieler anderer Kommunen Baden-Württembergs hinaus geht. Immerhin haben sich in Bruchsal 15 von insgesamt 18 Schulen mit über 30 Projekten an der Aktion beteiligt - Streitschlichter, Konflikttraining, Schulsanitäter, Schulsheriffs, „Große helfen Kleinen“ und viele andere.

Ziel der zweijährigen Aktion war es, bestehende Initiativen zur Gewaltprävention zusammen zu bringen, Ideen zu sammeln, Know-how und Ressourcen zu bündeln, um daraus ein Netzwerk entstehen zu lassen. „Denn“, so der Leiter des Polizeireviers Bruchsal, Karl-Heinz Ploß, „wenn man eine Veränderung herbei führen will, müssen viele dazu beitragen.“ Die große Resonanz seitens der Schulen zeige, dass man mit „Respekt den Nerv der Schulleitungen getroffen habe“, fügte Bürgermeister Hockenberger hinzu. Doch nicht nur ums Bündeln von Ideen geht es bei dem Projekt. Vielmehr setzen die Verantwortlichen auch auf Nachhaltigkeit. Und die ist nun – neben den Eigeninitiativen an den Schulen - insbesondere durch den aus „Respekt“ geborenen Verein zur Förderung Kommunaler Kriminalprävention „Nessi – Netzwerk schafft Sicherheit“ gewährleistet.

„Der Verein will kriminalpräventive Projekte organisatorisch und finanziell fördern“, sagte Angelika Banghard vom Amt für Familie, Schule und Sport. Modellhafte Aktionen beispielsweise von Schulen und Vereinen, aus der Jugend-, Familien- und Ausländerpolitik können ebenso unterstützt werden wie Forschungsvorhaben zur Gewaltprävention und Projekte des Opferschutzes. Ziel aller am Netzwerk Beteiligten ist es, hierdurch die Idee von RESPEKT BRUCHSAL dauerhaft in der Kommune zu verankern. Die ersten konkreten Aktionen sind bereits geplant.

Die ausführliche Dokumentation des Projekts haben wir hier für Sie: Projekt Respekt in Bruchsal (PDF 1,4 MB)

Außerdem finden Sie hier noch den Pressespiegel: Pressespiegel Respekt (PDF 7,6 MB)

Nähere Informationen hierzu finden Sie auch unter www.bruchsal.de , Rubrik Aktuelles.